Erdbeeren

Hilde und Viktor Henzler pflanzten vor etwa 50 Jahren die ersten Erdbeer-Ableger im Garten ihres damaligen Hühnerstalles. Im Jahre 1967 bauten sie bereits auf über 20 Hektar Erdbeeren an. Die Anbaumethoden wurden besser und auch die Auswahl der geschmacklich besten Sorten führten dazu, dass die Henzler-Erdbeeren heute nicht mehr wegzudenken sind.

Unsere Erdbeeren werden derzeit in Nürtingen (Neckarhausen und Raidwangen), Mittelstadt, Denkendorf und St. Johann auf der Schwäbischen Alb angebaut. Wir bewirtschaften ein Feld nur 1 Jahr lang. Die Pflanzen können dadurch zwar weniger Früchte ausbilden, diese jedoch mit mehr Nährstoffen versorgen. Unsere Erdbeeren werden dadurch größer und qualitativ sowie geschmacklich besser.

Um auch bei uns die Erdbeerernte etwas zu verfrühen, wenden wir verschiedene Methoden an. Wie beim Spargel, kommen auch hier Folien und Tunnel zum Einsatz, die die Erdbeeren zum Einen schützen, zum Anderen die Wärme im Boden speichern. In Neckarhausen haben wir eigens dafür sog. Wandertunnel aufgebaut, die unter normalen Umständen die ersten Erdbeeren Anfang Mai hervorbringen. Durch verschiedenen Höhenlagen lässt sich unsere Erntedauer ebenso verlängern.

Seit 2015 kultivieren wir die immertragenden Erdbeeren. Die Pflanzen, deren Besonderheit es ist, gleichzeitig Blüten und Früchte auszubilden, werden als letztes beerntet und liefern im besten Falle bis zum ersten Frost durchgehend leckere Erdbeeren.

Vitamin C-Bomben

Erdbeeren sind wahre Vitamin C-Bomben. Sie enthalten mehr Vitamin C als Orangen, Kiwis oder Johannisbeeren. Mit etwa 57 Milligramm pro 100g Erdbeeren sind unsere heimischen Früchte ganz vorne mit dabei und schlagen sogar Äpfel oder Bananen. Wichtig hierbei: Damit die Erdbeeren sich mit diesen wertvollen Inhaltsstoffen "vollsaugen" können, müssen sie voll ausgereift gepflückt und danach möglichst zeitnah verzehrt werden. Direkt vom Feld und kurze Transportwege sorgen für die nötige Frische und Qualität.


Die Erdbeere ist eigentlich gar keine Beere

Botanisch betrachtet, sind die Erdbeeren gar keine Beeren. Eigentlich gehört die Erdbeere zur Gattung der Rosoideae und somit zu den Sammelnussfrüchten. Die eigentlichen "Früchte" sind nämlich die kleinen gelben Nüsschen an der Oberfläche der Erdbeere. Der Fruchtknoten der Erdbeerpflanze bildet ein Nüsschen aus, dessen Teile durch das Wachstum der später markant roten Blütenachse während der Reifezeit auseinander gerückt werden. Die Samen sind in diesem Fall tatsächlich winzige Nüsse, die eine Sonderform der Nussfrucht bilden (Sammelnussfrucht).